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 Betreff des Beitrags: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 08.04.2007, 08:11 
Stammgast

Registriert: 06.04.2007, 09:14
Beiträge: 40
Wohnort: Oberharz
Hi,
Um nochmals auf das Thema der Misshandlungen zurückzukommen:
Eine Arbeitskollegin,die dort von 1979-1982 beschäftigt war,als Erzieherin,hat mir erzählt,daß es dort zu Übergriffen seitens der philippinischen Pflegekräfte gekommen sein soll.
Vermutlich hatten diese ein anderes Pflegeverstänis als wir das hier haben.


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BeitragVerfasst: 08.04.2007, 11:45 
Neuling

Registriert: 07.04.2007, 00:28
Beiträge: 6
Wohnort: Goslar
die geschichte mit den phillipinischen mitarbeitern hat mindestens den wahren hintergrund, daß zumindest einige phillipinnen dort gearbeitet haben. ob übergriffe stattgefunden haben kann ich nicht sagen und wenn sind das persönliche verfehlungen die wahrscheinlich nicht mit einvernehmen der damaligen leitung geschehen sind. ich kenne zumindest eine von ihnen, werde diesbezüglich aber keine erkundigungen einholen, weil das schon nach ärger riecht, da die damen sehr empfindlich sind.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.04.2007, 07:26 
Stammgast

Registriert: 06.04.2007, 09:14
Beiträge: 40
Wohnort: Oberharz
Hi,
Als das Haus 1974 als Kinderheim eröffnet wurde,kam ein ganzer Schwung philipinischer Pflegekräfte,nicht nur einige.
Das hatte auch eine Diskussion in der hiesigen Zeitung zur folge,warum keine einheimischen Leute eingestellt würden.
Angeblich hat es niemand gegeben,der dort arbeiten wollte!!!!
Es hieß aber,die Bedingungen wären nicht so toll gewesen,also die Gehälter mies und jeweils mehrere Frauen hätten sich ein kleines Zimmer teilen müssen.
Das würde zum Stil der CHS passen...sie machen sowas gerne.
LG von NIOBE


Zuletzt geändert von Niobe am 09.04.2007, 09:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 09.04.2007, 09:02 
Neuling

Registriert: 07.04.2007, 00:28
Beiträge: 6
Wohnort: Goslar
Eine phillippinische kollegin hat mir heute ein fotoalbum mit zeitungsausschnitten mitgebracht. während die fotos fast ausschließlich privater natur sind, so handelt es sich bei den zeitungsausschitten um berichte über das sanatorium aus dessen gründungszeit um 1974 mit einigen bildern in schwarzweiss. die artikel sind aus der GZ, berichten über die einrichtung des kinderheims auf dem königsberg. mehrere artikel beschäftigen sich auch mit den damals aus den phillippinen kommenden kolleginnen.

meine kollegin hat sich dieses album halt der erinnerung wegen angelegt. nichsdestotrotz ist es für jeden der sich mit der thematik beschäftigt von interesse. ich weis nicht inwieweit die ausschnitte steve oder anderen vorliegen. falls interesse vorliegt kann ich sie fotokopieren(nix privates) oder abfotografieren(stolzer besitzer einer nikon d80), scanner hab ich leider nicht. ansonsten viel spass beim weiterforschen. wenns wetter besser ist werd ich wohl mal wieder hochgehen um noch ein paar fotos zu machen.


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BeitragVerfasst: 09.04.2007, 11:07 
Administrator
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Registriert: 08.01.2007, 12:01
Beiträge: 315
Wohnort: Goslar
El Conejo hat geschrieben:
die phillippinische kollegin hat mir heute ein fotoalbum mit zeitungsausschnitten mitgebracht. [...] ich weis nicht inwieweit die ausschnitte steve oder anderen vorliegen. falls interesse vorliegt kann ich sie fotokopieren(nix privates) oder abfotografieren(stolzer besitzer einer nikon d80), scanner hab ich leider nicht.


Hi El Conejo,

natürlich habe ich enormes Interesse an diesen Beiträgen. Meine Sammlung beschränkt sich auf jene Artikel, die im Stadtarchiv zu finden sind, und das ist nur eine geringe Zahl. Inbesondere zur Vervollständigung der chronologischen Geschichte auf der Website bin ich natürlich für jedes Schriftszück außerordenlich dankbar - wenn sich da irgendwas organisieren lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 15.11.2009, 01:50 
Gelegenheitsschreiber
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Registriert: 30.10.2009, 22:21
Beiträge: 20
Zu den philippinischen Pflegekräften, bevor man dort zu schnell urteilt sollte man vielleicht bedenken, das sie wahrscheinlich erst nach Deutschland gekommen sind,
um im Sanatorium zu arbeiten.
Das würde bedeuten sie kannten die Sprache kaum, wenn überhaupt
und wie alt waren sie, hatten sie den Beruf Erzieherin - Pflegerin gelernt,
dazu weiß niemand, was ihnen versprochen wurde.
z.B. gutes Gehalt - Einzelzimmer – geregelte Arbeitszeit
und das sie sich um "gesunde"Kinder kümmern sollten.
Es kann doch sein das sie nicht wussten das es sich um behinderte Kinder handelte.

Denn es ist nicht jedermanns Sache sich um Behinderte und Kranke zu kümmern.

Nachdem was wir über die Heimleitung wissen, können diese Versprechungen so gemacht worden sein, sie aber nicht eingehalten worden sind.
Ich sagte könnte so sein, denn ich war nicht dabei, darum vermute ich dieses jetzt hier mal, kann es nicht behaupten das es so war.
Und wenn man das alles etwas berücksichtig, dann kann es sicher schon mal passiert sein, das die Behandlungen der Kinder nicht so waren, wie sie sollten.
Ich will niemanden in Schutz nehmen, da ich keine „Misshandlungen“ an Kindern dulde (an niemanden), aus welchen gründen auch immer.
Nur so könnte man die übergriffe erklären – falls es welche gab .

mfg LadyShakees


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 15.11.2009, 12:55 
Forumsinventar
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Registriert: 23.11.2007, 19:59
Beiträge: 389
Wohnort: Osterode
LadyShakees hat geschrieben:
Nur so könnte man die übergriffe erklären – falls es welche gab .


Falls, es welche gab. Ich blicke immer gern auf die http://koenigsberg-sanatorium.de/erinnerungen.htm zurück. Die meinungen dort gehen auch echt arg auseinander. Nur die Frage ist sicherlich, wer hat Recht? Zu welchen Zeitpunkten müssen denn die Personen dort gearbeitet haben? Kann sich binnen 2-3 Jahre das Klima so extrem verändern, oder, oder, oder...

Fragen, die wir vielleicht auch niemals beantwortet kriegen werden. :(

lg
Pavor Nocturnus


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 10.01.2010, 13:06 
Gelegenheitsschreiber

Registriert: 04.01.2010, 17:25
Beiträge: 10
Wohnort: Essen, gebürtig aus Goslar
Generell finde ich es erstmal unfassbar, Kräfte einzustellen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Sprache ist eins der wichtigsten Medien in der Erziehung, sie baut Beziehungen und Vertrauen auf und auch wenn die Kinder behindert waren - oder gerade dann... Kurz: Ich find's unverantwortlich.

Sind diese Pflegekräfte denn nach der Schlißung wieder nach Hause gefahren? Soweit ich weiß, gibt es hier und da philippinisch-stämmige Familien in Goslar. Wie hoch ist wohl unter den Goslarer Philippinern die TRefferquote, dass sie oder ein Familienmitglied auf dem Königsberg beschäftigt waren?

Das Sanatorium war ja inzwischen oft genug Thema in der GZ gewesen und es gab ja sogar regelrechte Aufrufe, sich zu melden,falls man etwas darüber weiß (wenn ich da richtig informiert bin!). Aber von den Philippinerinnen hat sich da niemand gemeldet? In der ERinnerungs-Rubrik auf dieser Seite tauchen doch auch nur deutsche Vornamen auf, oder?

Also sind die weg oder warum sagen sie nichts...? Solange keiner was sagt, kannnichts geklärt werden und ich finde wenn es um Misshandlungen geht, ist großer Erklärungsbedarf da, auch nach vielen Jahren.

Besorgte Kisu :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 10.01.2010, 18:07 
Forumsinventar

Registriert: 12.03.2009, 23:59
Beiträge: 151
wie kommst du darauf, das irgend eine behörde o.ä. etwas aufklären will, was nun über 25 jahre her ist?
der königsberg ist nach entscheidung des unternehmens harz-wasser jetzt eh "tot"!
und was damals passiert ist, ist heute auch jedem egal!
außer der ein oder anderen privat person!

LG Spike


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 10.01.2010, 20:17 
Administrator
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Beiträge: 315
Wohnort: Goslar
Schmeißt da nicht Gerüchte und Fakten zusammen: einen tatsächlichen Misshandlungsvorwurf hat es nie gegeben. Aber "unhaltbare Zustände" in den Heimen der Helferich-Stiftung. Und aus diesem Grund wurde ja auch 1984 die Zulassung entzogen. D.h. die Behörden haben gehandelt; die Kinder wurden auf andere Heime verteilt.

Was die phillipinische Herkunft der Betreuer(innen) betrifft: wir kennen die Leute nicht, also sollten wir uns keine Urteile erlauben. Tatsache ist, dass viele Phillipinen dort gearbeitet haben, aber ich weiß nicht, mit welchen Vorkenntnissen.Letztendlich könnte es (Konjunktiv!) Sprachbarrieren gegeben haben, was aber nicht zwangsweise den Rückschluss zulässt, dass dadurch die Betreuung der Kinder generell schlecht gewesen ist. Ich denke, da waren die Vorgaben der Heimführung bestimmt einschneidender. Ich weiß auch aus alten GZ-Artikeln, dass es auch die Belegschaft selbst war, die sich über die unhaltbaren Zustände beklagt hat, was schon mal bemerkenswert ist.

Und außerdem kam es 1998 in Goslar zu einen Erinnerungstreffen mit etwa 100 "Ehemaligen", die im Sanatorium gearbeitet haben. Deren Zusammenhalt, die Gemeinschaft also, kann nicht so schlecht gewesen sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 10.01.2010, 21:28 
Gelegenheitsschreiber

Registriert: 04.01.2010, 17:25
Beiträge: 10
Wohnort: Essen, gebürtig aus Goslar
Das ist ja interessant! Wusste ich nicht. 100 Ehemalige, das ist ein ganzer Haufen.

Nein, natürlich ermittelt da keiner. Muss wahrscheinlich auch nicht.

Steve hat Recht, man muss wohl trennen zwischen schlechten Zuständen (von Mitarbeitern selbst beklagt) und richtigen Misshandlungen DURCH Mitarbeiter. Und die scheinen ja wirklich eher in die Abteilung Gerüchte zu gehören.
Vernachlässigung durch überforderte Kräfte oder solche, die nicht genug deutsch können, ist natürlich auch schon schlimm, aber noch keine "Misshandlung" im eigentlichen Sinn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 11.01.2010, 08:49 
Forumsinventar
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Beiträge: 389
Wohnort: Osterode
Ich schätze mal, diese ganzen Gerüchte wegen des Missbrauches tauchen einfach auf, weil die Helferichs so viel Dreck am Stecken hatten ( Wie man hier http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14018154.html gut lesen kann ).

Es ist nur immer Schade, dass sich der Ruf der Führungskräfte dann auch auf die Arbeitskräfte abfährt. :|

lg
Pavor Nocturnus


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 14:01 
Gelegenheitsschreiber

Registriert: 09.09.2009, 23:58
Beiträge: 17
Steve hat geschrieben:
Schmeißt da nicht Gerüchte und Fakten zusammen: einen tatsächlichen Misshandlungsvorwurf hat es nie gegeben. Aber "unhaltbare Zustände" in den Heimen der Helferich-Stiftung. Und aus diesem Grund wurde ja auch 1984 die Zulassung entzogen. D.h. die Behörden haben gehandelt; die Kinder wurden auf andere Heime verteilt.

Was die phillipinische Herkunft der Betreuer(innen) betrifft: wir kennen die Leute nicht, also sollten wir uns keine Urteile erlauben. Tatsache ist, dass viele Phillipinen dort gearbeitet haben, aber ich weiß nicht, mit welchen Vorkenntnissen.Letztendlich könnte es (Konjunktiv!) Sprachbarrieren gegeben haben, was aber nicht zwangsweise den Rückschluss zulässt, dass dadurch die Betreuung der Kinder generell schlecht gewesen ist. Ich denke, da waren die Vorgaben der Heimführung bestimmt einschneidender. Ich weiß auch aus alten GZ-Artikeln, dass es auch die Belegschaft selbst war, die sich über die unhaltbaren Zustände beklagt hat, was schon mal bemerkenswert ist.

Und außerdem kam es 1998 in Goslar zu einen Erinnerungstreffen mit etwa 100 "Ehemaligen", die im Sanatorium gearbeitet haben. Deren Zusammenhalt, die Gemeinschaft also, kann nicht so schlecht gewesen sein.



Ich weiß von einer ehemaligen Mitarbeiterin (Erzieherin) die für die Helferichs in Oldershausen gearbeitet hat, dass alle phillipinischen Frauen dort ausgebildete Hebammen waren. Sie sprachen meinst nur Englisch und ihr Deutsch war sehr gebrochen, was den Umgang mit dem schwerstpflegebedürftigen Kindern erschwerte. Sie teilten sich Zimmer, das ist richtig, aber sie wollten das auch teilweise so. Misshandlungen gab es niemals, so genau wusste das meine Bekannte und schüttelte daraufhin nur den Kopf. Wer nicht so kompetent war, war der Arzt in Goslar, der die ganzen Kinder betreute. Er "kannte" aber die Helferichs sehr gut und es gab einige Dinge, die nicht ganz " stubenrein" waren. Teilweise wurden einfach zu starke Medikament verschrieben die die Kinder sehr apathisch machten. Sehr viele von den Kindern waren inkontinent und die Hebammen (Phillipinos) waren damit überfordert. Um alles in einem gedeckten Rahmen halten zu können gaben sie auf Anordnung des Arztes viele Medikamente.
Das ist das, was mir meine Bekannte sagen konnte..


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 25.06.2010, 13:58 
Forumsinventar
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Registriert: 23.11.2007, 19:59
Beiträge: 389
Wohnort: Osterode
Nobis hat geschrieben:
Um alles in einem gedeckten Rahmen halten zu können gaben sie auf Anordnung des Arztes viele Medikamente.
Das ist das, was mir meine Bekannte sagen konnte..


Das ist doch teilweise heute noch genauso. In manchen Altenpflegeheimen geht es immernoch so zu, aufgrund von Zeitmangel usw. wird in manch einem Heim auch nur noch jeden zweiten oder gar dritten tag ein Patient gewaschen... Alles schon gesehen/gehört. Und wenn es halt ein medikament gibt, was den einen oder anderen davon abhält mal 4-5 stunden keine Windel voll zu machen, warum nicht? Spart alles Zeit und Personal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Philipinische Pflegekräfte
BeitragVerfasst: 27.06.2010, 00:32 
Gelegenheitsschreiber

Registriert: 09.09.2009, 23:58
Beiträge: 17
Das finde ich aber dennoch sehr schlimm. Es ging nicht um Medikamente die das Wasserlassen unterdrücken, sondern um Medikamente, die die Kinder apatisch machten..


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