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 Betreff des Beitrags: Vorsicht mit Gerüchten zum Umgang mit den Kindern!
BeitragVerfasst: 20.01.2007, 15:00 
Neuling

Registriert: 20.01.2007, 13:54
Beiträge: 3
Wohnort: Goslar
Ich habe von 1977 bis 1982 dort gearbeitet, 1977 habe ich dort mein Anerkennungsjahr als Erzieherin absolviert, das von der hiesigen Fachschule für Sozialpädagogik begleitet wurde. Es wurden nie Experimente an den Kindern vorgenommen und es existiert auch kein Kinderfriedhof. Die Kinder wurden weder misshandelt noch missbraucht. Jeder , der solche Gerüchte in Umlauf setzt sollte sich bewusst sein , dass heute noch viele ehemalige Mitarbeiter des Kinderheims hier in Goslar leben und man hat schnell eine Verleumdungsklage am Hals.
Das dieser Ort heute vielleicht unheimlich ist , besonders wenn man sich dort nachts rumtreibt , glaube ich gern wenn ich die Bilder im Internet sehe.
Wir haben sicherlich damals unter erschwerten Umständen gearbeitet, aber das Ehepaar Helferich hat dort nicht " geherrscht" , die Stiftung hatte im ganzen Bundesgebiet Einrichtungen, und das Ehepaar Helferich habe ich persönlich in dieser Zeit höchstens zweimal erlebt.
Wir haben damals alles für "unsere " Kinder getan , alles was möglich war. Ein Hauptgrund für die Auflösung des Heimes war die Schulpflicht für geistigbehinderte Kinder, denn die Stiftung hatte keine stiftungseigene Schule vorzuweisen. Damals war das Herzberghaus(ebenfalls ein Stück verschwundenes Goslar ) angedacht und wurde von der Stiftung für diesen Zweck gekauft.Es kam nie zu den Umbauten , das Heim wurde geschlossen und die Kinder wohnortnah ( d.h. nah bei den Eltern ) untergebracht.
Mit freundlichen Grüßen an die Gerüchtküche alleswirdgut


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BeitragVerfasst: 20.01.2007, 17:17 
Gelegenheitsschreiber

Registriert: 08.01.2007, 16:36
Beiträge: 11
Wohnort: Langelsheim
ja so wurde mir das von meiner mutter auch berichtet. sie hat mir erzählt, dass die mitarbeiter sich rührend um die kinder gekümmert haben und zahlreiche tränen flossen, als die kinder weg mussten. sagt ihnen / dir der name Cornelia Bandel was ? das ist meine Mutter sie hat dort auch in etwa der selben zeit gearbeitet. jedenfalls war sie bis zum ende dort


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BeitragVerfasst: 20.01.2007, 17:34 
HuHu...

Mein Vater hatte ca. vor 20 Jahre dort Kinder hingebracht. Er hatte mit einem Schulkamerad ein kleines aus ca. 14 Bussen bestehendes Busunternehmen aufgebaut & immer wenn ein Fahrer ausfiel und Kinder da hochmussten, hatte er auch manchmal Kinder dort mit einem Bus hingefahren. Und ich meine das dort Kinder misshanldet wurden, glaib ich nicht, weil sowas sind nur Gerüchte & es gibt keine klaren Beweise dafür!

MFG
Timme


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BeitragVerfasst: 20.01.2007, 20:34 
Administrator
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Registriert: 08.01.2007, 12:01
Beiträge: 315
Wohnort: Goslar
Ich gebe dir recht, dass man mit wilden Gerüchten vorsichtig umgehen muss. Auf der Website ist die Rubrik "Legenden" nicht umsonst so benannt. Die Informationen, die in der geschichtlichen Übersicht zusammengefügt habe, stammen jedoch aus unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften.

So war beispielsweise 1984 in der Goslarschen Zeitung nichts von einer Schließung wegen der Schulpflicht zulesen, sondern - Zitat vom 07.07.1984: "Nicht eingehaltene Auflagen des Landessozialamtes sollen ausschlaggebend dafür sein, dass das Heim schließen muss. Die Aufsichtsbehörde hatte wiederholt die baulichen Zustände kritisiert, ohne dass etwas geändert worden war."

Auch die Ermittlungen gegen die Helferich-Stiftung - die sich nicht gegen das Goslarer Königsberg-Sanatorium im einzelnen, sondern gegen die Machenschaften der deutschlandweit tätigen Stiftung als Ganzes richteten - sind ausführlichst in einem mehrseitigem Artikel im "Spiegel" vom 11.04.1983 dokumentiert, und auch dort ist von "umenschlichen Bedinungen" in den diversen Anstalten die Rede. Auch dieser Artikel liegt mir vor.

Was ich damit sagen möchte: sicherlich ist die Gerüchte-Schwemme enorm, aber ich achte sehr genau darauf, was ich in den geschichtlichen Ablauf als Fakt aufnehme und was nicht. Und ich möchte auch keinen Zweifel daran lassen, dass die damaligen Mitarbeiter selbst das Beste für die Kinder getan haben - von der Heimführung würde ich das nach meinen bisherigen Informationen aber nicht unbedingt sagen wollen.


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BeitragVerfasst: 22.01.2007, 22:40 
Eintagsfliege

Registriert: 22.01.2007, 22:19
Beiträge: 1
Auch ich habe vor ca. 30 Jahren, im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin, ein 6-wöchiges Praktikum im Königsberg-Sanatorium absolviert.
Für mich waren die damaligen Erfahrungen, die schlimmsten meines Berufslebens:!:
z.B worden schwerstbehinderte Kinder nackt in einen Raum gesperrt. Außer ihren eigenen Sekrementen gab es nichts in diesem Raum.
Die Kinder worden dort nicht gefördert, sondern weggesperrt!
Sicher haben einige der damaligen Beschäftigten versucht das beste aus der Situation zu machen, allerdings haben die meisten angagierten Mitarbeiter schnell "das Handtuch geschmissen" und sich nach einem anderen Arbeitsplatz umgeschaut.
Mir taten die kinder leid und war froh als ich von der Schließung erfuhr.

MFG


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BeitragVerfasst: 18.03.2007, 17:53 
Neuling

Registriert: 20.01.2007, 13:54
Beiträge: 3
Wohnort: Goslar
Komoro hat geschrieben:
Auch ich habe vor ca. 30 Jahren, im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin, ein 6-wöchiges Praktikum im Königsberg-Sanatorium absolviert. Für mich waren die damaligen Erfahrungen, die schlimmsten meines Berufslebens:!:
z.B worden schwerstbehinderte Kinder nackt in einen Raum gesperrt. Außer ihren eigenen Sekrementen gab es nichts in diesem Raum.
Die Kinder worden dort nicht gefördert, sondern weggesperrt!
Sicher haben einige der damaligen Beschäftigten versucht das beste aus der Situation zu machen, allerdings haben die meisten angagierten Mitarbeiter schnell "das Handtuch geschmissen" und sich nach einem anderen Arbeitsplatz umgeschaut.
Mir taten die kinder leid und war froh als ich von der Schließung erfuhr.

Wenn das so gewesen wäre , hätte die Fachschule für Sozialpädagogik mit Sicherheit etwas unternommen. Alleswirdgut


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.03.2007, 16:43 
Administrator
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Registriert: 08.01.2007, 12:01
Beiträge: 315
Wohnort: Goslar
alleswirdgut hat geschrieben:
Wenn das so gewesen wäre , hätte die Fachschule für Sozialpädagogik mit Sicherheit etwas unternommen.

Es wurde doch auch was unternommen - nicht von der Fachschule für Sozialpädagogik, sondern vom Landessozialamt Niedersachsen, das das Sanatorium aufgrund der dortigen Zustände sowie nicht eingehaltener Auflagen 1984 dicht gemacht hat.

Alleswirdgut, es gibt mehrere Zeitungsartikel, teils mit Aussagen dort tätiger Personen, die alle von den mieserablen Zuständen sprechen. Du bist der einzige Autor hier im Forum, der ebenfalls als Zeitzeuge berichten kann, aber deine Verteidigung unterscheidet sich sehr stark von allen anderen Zuschriften, die ich erhalten habe. Vielleicht wäre es daher sinnvoll, dass du einfach mal ein wenig mehr von dir und von deinen Erlebnissen schreibst, statt alle anderen Beiträge nur abzustreiten.

Der ursprüngliche Grund, warum ich diese Website ins Leben gerufen habe, was ja, etwas über die Geschichte zu erfahren; dazu gehören natürlich möglichst viele verlässliche Aussagen. Du kannst mit deinen Erfahrungen dazu beitragen. Zum Beispiel, indem du begründest, warum die Nachforschungen des "Spiegels" oder die zeitgneössisischen Artikel der Goslarschen Zeitung nicht stimmen können. Damit wäre uns - d.h. dem eigentlichen Zweck dieser Website - sehr geholfen.


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